10.10.2018Auch psychische Gesundheit verlangt Pflege!

Anlässlich des Welttags der psychischen Gesundheit vom 10. Oktober 2018 lanciert die CLASS in Zusammenarbeit mit Coraasp eine vierjährige nationale Kampagne zur Förderung der psychischen Gesundheit. Kampagnenziel ist es, der Bevölkerung bewusst zu machen, dass sich psychische Gesundheit pflegen lässt – genau wie physische Gesundheit. Ausserdem soll die Kampagne die Ressourcen besser bekannt machen, die der Bevölkerung zur souveränen Überwindung kritischer Lebenssituationen zur Verfügung stehen.

Die psychische Gesundheit verlangt Hege und Pflege, genauso wie die physische Gesundheit. Die am 10. Oktober 2018 lancierte, nationale Kampagne sagt es sehr deutlich: Psychische Gesundheit geht uns alle an, denn sie ist integraler Bestandteil eines guten Allgemeinzustands. Berücksichtigt man die Tatsachen, dass jede/r Zweite in ihrem oder seinem Leben mindestens einmal von einer psychischen Störung betroffen ist, und fast 18 % der Bevölkerung an einer oder mehreren psychischen Störung/en leiden[1], wird deutlich, wie wichtig es ist, der eigenen geistigen Gesundheit Sorge zu tragen. Psychische Störungen sind Erkrankungen wie alle anderen auch: Sie lassen sich genauso wenig vermeiden wie somatische Erkrankungen.

Der psychischen Gesundheit Sorge tragen

Kernidee der von Gesundheitsförderung Schweiz lancierten Kampagne ist es, der Bevölkerung besseres Rüstzeug mit auf den Weg zu geben, damit sie mit den Schwierigkeiten in ihrem Lebensverlauf umgehen kann. In der Westschweiz wird die Kampagne von den lateinischen Kantonen innerhalb der CLASSi in Partnerschaft mit der Coraaspii geleitet. Sie knüpft an die Kontinuität der Plattform www.santépsy.ch – www.psygesundheit.ch – www.salutepsi.ch an, die von denselben Akteuren verwaltet wird. In der Deutschschweiz leiten die Partnerinnen und Partner von «Wie geht’s Dir?» – «Comment vas-tu?» die Kampagne.

«Am Kampagnenende sollen es die Menschen als selbstverständlich betrachten, ihre psychische Gesundheit wie ihre physische Gesundheit zu pflegen. Zudem möchten wir, dass sie die verfügbaren Ressourcen auf individueller sowie kollektiver Ebene besser kennen, um Übergangsphasen und kritische Lebenssituationen souveräner meistern zu können», erklärt Mauro Poggia, Präsident der CLASS.

Ein Zielpublikum pro Kampagnenphase

Die Kampagne wird symbolisch am Welttag der psychischen Gesundheit lanciert und über vier Jahre den wichtigsten Lebensabschnitten folgen, nach einem sogenannten «Storytelling-Ansatz». Unter Beibehaltung eines Roten Fadens wird die Kampagne während diesen verschiedenen Lebensabschnitten ganz unterschiedliche Zielpublika ansprechen. So können die Botschaften, Medien und Kommunikationsaktionen gezielt eingesetzt werden.

Konkret wird von Oktober 2018 bis März 2019 eine erste Phase durchgeführt, welche die Gesamtbevölkerung anspricht. Dabei werden die Schlüsselbotschaften der Kampagne humorvoll und einfühlend mit spielerischen und ansprechenden Darstellungen übermittelt. Im Folgejahr werden Jugendliche und junge Erwachsene durch spezifische Themen in den Fokus gerückt: Entwicklung der eigenen Identität, Schulabgang und Übertritt ins Berufsleben. Im Jahr 2020 wird die Kampagne auf Erwachsene im Erwerbsalter ausgerichtet sein und Themen wie Elternschaft/Familie und berufliche Veränderungen behandeln. Das letzte Jahr ist den über 60-Jährigen gewidmet und Themen wie Ruhestandsvorbereitung, Ressourcen und Kompetenzen von Seniorinnen und Senioren sowie Älterwerden und die diesbezüglichen neuen Herausforderungen (wie Erhaltung von Selbstständigkeit und körperlicher Betätigung, Sozialisierung).

Eine Kampagne mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort

Die Botschaften für die jeweiligen Lebensabschnitte werden mit Vertretenden des Zielpublikums und in Zusammenarbeit mit den am Ort des Geschehens tätigen Akteurinnen und Akteuren erarbeitet. Zudem wird ein wissenschaftlicher Beirat aus Fachpersonen unterschiedlicher Fachbereiche der psychischen Gesundheit und verschiedener lateinischer Kantonen die Kampagne während ihrer gesamten Laufzeit unterstützen.

 

[1] Obsan Bericht 72, «Psychische Gesundheit in der Schweiz – Monitoring 2016», Dezember 2016.

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